11 Tage ohne Internet. Ob das denn überhaupt geht fragt ihr? Ja das geht, wenn man wie in meinem aktuellen Fall Kunde der Telekom ist.
Es ist doch schon erstaunlich, ja nee, eigentlich erschreckend, wenn einem klar wird, wie sehr man doch auf Internet und Telefon angewiesen ist. Eine Abhängigkeit dessen sich einige Anbieter bewußt sind und sich diese zunutze machen (können). Noch.
Die letzten Wochen haben mich aus der rosa Wolke gerissen und mit brachialer Gewalt spüren lassen was es bedeutet von einem Unternehmen wie der Telekom abhängig zu sein. Ganze 11 Tage war das Internet weg. 11 Tage in denen kein Arbeiten möglich war – für mich als Selbständiger, der auf eine funktionierende Internetverbindung angewiesen ist – der Alptraum.
Die täglichen Telefonate mit der Hotline treiben einen in den Wahnsinn. Jeder Anruf war auf’s neue ein Horror-Abenteuer und zu hören bekam man dann die unmöglichsten Geschichten. Von “(…) regionalen Störungen (…)” war die Rede, von “(…) kurzzeitigen Ausfällen, die innerhalb von 3 Tagen behoben sein werden (…)” über “(…) aber sie wohnen dort doch gar nicht(…)”. WTF?!?
3 Tage nach Störungsmeldung ging wenigstens das Telefon wieder (ISDN/Universal). Internet weiterhin völlig tot. Und NEIN! Ein Hardwarefehler lag hier an unseren Geräten mit Sicherheit nicht vor!
Erst nach 11 Tagen war dann nun endlich ein Techniker-Termin frei und wie durch Zauberhand funktionierte das Internet am Tag des Techniker-Besuches genau 15 Minuten vor Anruf des Technikers. Dieser gab sich dann ziemlich erstaunt und brummelte irgendetwas von “(…) Reset (…)” und “(…) Zentrale (…)”, nahm sich dann allerdings dann doch noch etwas Zeit diverse Fehlerszenarien gedanklich abzuarbeiten mit dem Ergebnis, dass man das sicherlich sofort hätte erledigen können. Wie gesagt, hardwareseitig lag kein Fehler vor und auch am Verteiler musste manuell nichts gemacht werden.
Kurz darauf, kam dann der Anruf der Telekom-Hotline mit dem Angebot einen Entstörungs-Service zu buchen. Der “Entstörungsservice 8 Stunden” der 2,99 EUR im Monat kosten würde. Prost!
Nein, liebe Telekom. Das buche ich NICHT. Ich zahle schon 70,- EUR im Monat für eine Leistung die in den letzten Monaten eher schlecht als recht und zum Teil gar nicht geleistet/geliefert wurde und das ist meines Erachtens schon viel zu viel des Guten.
Zusätzlich für die Beseitigung von Störungen einer Leistung zu bezahlen, für die man eh schon Geld bezahlt – das finde ich schon ziemlich dreist.
Der T-Spaß ist damit aber noch lange nicht zu Ende. Nein, ganz und gar nicht. Denn nur kurze Zeit später erhalte ich per Post eine Telekom-Rechnung von über 200,- EUR. Erklären konnte mir DAS bisher auch noch keiner so richtig. Fakt ist, die Rechnung ist natürlich völlig falsch, aber “(…) die Systeme (…)” oder “(…) das System (…)” hat da wohl einen Fehler gemacht.
Dieses das System würde ich gerne mal kennenlernen. Armes Ding muss für alles und jeden den Kopf hinhalten.
Ach, liebe Telekom, ob als Geschäfts- oder Privatkunde, ich habe mit den ersten Kündigungen bereits begonnen und werde in den kommenden Tagen und Wochen, ja wenn’s sein muss auch Monaten schrittweise alles an T-Ballast abwerfen was ich mir in den letzten Jahren aufgeladen habe.
Nochmals werde ich mich mit Sicherheit nicht an euch binden. Nein. Danke.
To be continued….









