Shave-Lab Cinque in schwarz und weiß | Foto: konsensor.de

Shave-Lab und das Ende der überteuerten Rasierklingen

Alternativen zu Gillette und Wilkinson, ein Thema das mich schon seit einigen Jahren beschäftigt. Angeboten werden in Miniatur-Plastikaltären eingepackte glitzernd glänzende Rasierer, die mit angeblich immer neueren, besseren Rasiertechniken protzend, der Männerwelt Glück und Frohsinn bei der Rasur bescheren sollen.

Doch das ist erst der Anfang. Die Ersatzklingen sind der Faktor der jedem Mann und jeder Frau die Tränen in die Augen treibt. Wenn man für eine Hand voll Klingen preise von fast 20,- EUR bezahlen muss dann ist das nicht nur ein scharfer Einschnitt ins Portmonee, sondern auch ein Schlag ins Gesicht der Verbraucher.

Allerdings gibt es Alternativen. Und von einer die ich seit einem guten Jahr nutze und teste möchte ich berichten.

Steffen Fründt beschreibt in „Neue Rasierklingen für das Blödeste im Mann“ den Wettlauf um die absurdeste Klingenkonstruktion. Ein interessanter Artikel über das Wettrüsten von Gilette und Wilkinson.

Einige Jahre später, im Artikel „Hoffen auf das Ende der überteuerten Rasierklinge“ über die riesigen Gewinnmargen beim Ersatzklingenverkauf und über die ersten ernstzunehmenden Anbieter von Alternativen in Sachen Rasierklingen.

Was mich persönlich immer schon richtig geärgert hat, sind diese völlig unnötigen, aufgeblasenen Verpackungen der Rasierer und Klingen. Über den Preis der Ersatzklingen ganz zu schweigen.

Also habe ich mich nach einer Alternative umgeschaut. Seit einem guten Jahr benutze ich Rasierer und Rasierklingen von Shave-Lab.

Als Startpaket habe ich mir und meiner besseren Hälfte den Cinque-Griff, in den Farben schwarz und weiß, sowie einige Ersatzklingen bestellt. Bis zum heutigen Tag, abgesehen von einem kleineren Malheurs, die Verklebung des Griffs des weißen Cinque-Rasierers hatte sich gelöst, wurde aber umgehend von Shave-Lab ausgetauscht, habe ich diesen Wechsel nicht bereut.

Klingen und Griff werden in einer einfachen Kartonage verschickt, KEINE Plastikverpackung, kein unnötiger Schnickschnack. Die Klingen selber gibt es in drei verschiedenen Ausführungen. Mittlerweile habe ich sie ausprobieren können und bin derzeit bei der P.4-Klingen-Variante verblieben. Sie sind gut und günstig.

Preislich gibt es die Shave-Lab Ersatzklingen z.B. als 24-Stück Vorrat bereits für 28,95 EUR zu haben. Bedenkt man, dass man für 8 Markenklingen derzeit 25,- EUR ausgeben muss, braucht es keiner weiteren Worte in Bezug auf das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Mittlerweile habe ich mir zwei weitere Shave-Lab-Rasierer zugelegt, einen AON und einen SEIS jeweils in der Black Edition. Beide sind, so finde ich zumindest, dem Cinque in Griffigkeit und Verarbeitung deutlich überlegen. Dazu aber in einem anderen Bericht mehr.

Das Loslösen von den beiden großen Rasierer-Anbietern hat jedenfalls problemlos geklappt. Und mittlerweile haben wir uns auch vom Rasierschaum aus der Dose verabschiedet. Rasierseife und Rasiercreme heißen die Zauberworte, aber auch dazu zu gegebener Zeit mehr.

Viele gibt es noch nicht, doch langsam scheinen erste ernstzunehmende Alternativen Fuß zu fassen. Wer sich über überzogene Preise ärgert, sollte diese einfach mal ausprobieren. Ich kann den Wechsel nur Empfehlen und bin froh es getan zu haben.

 

Update:

Ein kleiner aber wichtiger Nachtrag: Bei beiden Cinque-Rasierern haben sich är­ger­li­cher­wei­se die Kunststoffteile vom Griff gelöst (siehe Foto). Beim weißen Rasierer passierte dies innerhalb der ersten beiden Jahre und wurde von Shave-Lab anstandslos ausgetauscht.

Shave-Lab Cinque in weiß | Foto: konsensor.de

Da ich bisher keine neuen Cinque Rasierer gekauft habe, kann ich leider nicht genau sagen ob der Kleber mittlerweile besser hält. Zu wünschen wäre dies allemal.

Aktuell nutze ich weiterhin den SEIS-Rasierer und bin bisher zufrieden. Sofern sich hieran etwas ändert werde ich den Beitrag entsprechend aktualisieren.

 

5 Kommentare zu “Shave-Lab und das Ende der überteuerten Rasierklingen

  1. Ich habe leider einen Bart und brauche die Rasierer nicht. Aber wie sieht es mit elektrischen Zahnbürsten und den entsprechenden Aufsätzen aus?

    • Bart? Leider? Na, dann nichts wie ab damit. ;) Was Aufsätze für elektrische Zahnbürsten anbetrifft, sicherlich ein genauso interessantes Thema. Teste aktuell elektrische Zahnbürsten von Philips und Braun, werde natürlich auch dafür nach günstigen Alternativen Ausschau halten und berichten.

  2. Es geht noch günstiger, nämlich mit den guten alten Rasierklingen. Wenn man sich ordentlich einschäumt (mit Pinsel und Rasierseife, nicht mit der Sprühdose), dann geht das genauso gut, wie mit dem 5-Klingen-Ultra-Hightech-Quatsch. Sind die Barthaare etwas länger geworden, geht es mit der altmodischen Klinge sogar noch besser.

    • Da hast du wohl recht. Ich persönlich habe mich noch nicht an einen Rasierhobel getraut, steht allerdings ganz oben auf der ToDo-Liste. Rasierpinsel und Rasierseife nutze ich bereits und möchte beides nicht mehr missen und schon gar nicht gegen irgendwelches Schaumgedöns aus der Sprühdose eintauschen. ;)

  3. Pingback: MÜHLE Scin Care Aloe Vera Rasierseife und Porzellanschale | konsensor

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