[Update] Zweckform Avery Etiketten. (M)Eine nichtklebende Enttäuschung

Zweckform Avery Etiketten. (M)Eine nichtklebende Enttäuschung | Foto: konsensor.de

Das mit diesen Klebeetiketten ist so eine Sache. Es gibt Etiketten die Kleben wie die Pest. Zum Beispiel einige IKEA-Etiketten, vor allem an Geschirr, Gläsern und Porzellan. Andere Etiketten die eigentlich kleben sollten kleben dafür absolut gar nicht.

Avery ist eigentlich bekannt für seine Klebeetiketten (Zweckform). Diese gibt es in allen möglichen Varianten, Formen und Größen. Unter anderem auch die Avery Zweckform Ordner-Etiketten. Diese sollten ja, wie auf der Verpackung versprochen wird, „zuverlässig auf allen Ordnern“ kleben. Sollten. Eigentlich. ARRRRGGGHHHH!

Zweckform Avery Etiketten. (M)Eine nichtklebende Enttäuschung | Foto: konsensor.de

Bestellt wurde die Avery Etikettenvariante L4761 – 100. Auf einem A4 Bogen befinden sich 4 Etiketten mit den Maßen 192 x 61mm. Ideal also um breiten Aktenordnern Namen und Beschreibung zu verpassen. In der bestellten Box liegen 100 dieser A4 Seiten. Der erste Eindruck: blickdichte, gefühlt etwas dickere Etiketten, die einen guten ersten Eindruck mach(t)en.

Mit der Avery Zweckform Software DesignPro für Mac, ein übrigens fürchterliches nerviges Stück Software, wurden die ersten Etiketten erstellt und bedruckt. Trotz erster Anlaufschwierigkeiten, diversen Hängern und Programmabstürzen, klappte es nach Erstellung der ersten Vorlage, die dann nur noch marginal für die weiteren Ordner verändert werden musste, dann letzten Endes ganz gut. Die Etiketten waren ausgedruckt und die Ordner beklebt.

Beklebt. Eigentlich. Doch einen Tag später gellte am frühen Morgen ein grausamer Schrei durchs Büro. Die ersten Etiketten begannen sich zu lösen.

Zweckform Avery Etiketten. (M)Eine nichtklebende Enttäuschung | Foto: konsensor.de

Man bedenke, dass das Sortieren, Bedrucken, Bekleben und Einräumen von mehreren dutzend Ordnern eine Menge Arbeit macht. Verständlich also, dass nach dem ersten Schrei mächtiges Geschrei begann. An mehreren Ordnern begannen sich die Avery Zweckform Etiketten zu lösen.

Der Versuch die sich lösenden Etiketten mit dem Fingernagel festzurubbeln, half nicht weiter. In den folgenden Tagen lösten sich die Etiketten fast an allen Ordnern. Egal ob alt oder neu, egal ob überklebt oder frisch aufgeklebt. Letztendlich musste dann doch der Klebestift ran.

Ärgerlich. Äußerst ärgerlich. Da kauft man Klebeetiketten die kleben sollen und letztendlich klebt man diese Klebeetiketten mit ’nem Klebestift an die Ordner. Das kann doch echt nicht sein.

Kontakt zu Avery ist aufgenommen und auch hier bin ich gespannt ob und vor allem was für eine Rückmeldung folgen wird.

Wie beklebt Ihr eure Ordner? Nutzt ihr Klebetiketten und wenn ja welche? Wie sieht es mit der Klebefestigkeit aus? Oder druckt ihr einfach auf normalem Papier und klebt diese dann einfach mit einem Klebestift auf die Ordner? Hinweise zur Lösung des Problems sind jedenfalls herzlich willkommen.

Möge die Klebkraft mit euch sein!

 

Update 02/2015

Es hat sich was getan in Sachen nichtklebende Klebeetiketten: Avery/Zweckform hat sich gemeldet und um Zusendung der Fertigungsnummer der Packungen gebeten. Diese finden sich auf der Verpackung entweder in der Lasche oder im Deckel/Boden. Anhand dieser Fertigungsnummern kann das Service-Team in Erfahrung bringen ob die Packung aus einer fehlerhaften
Charge stammt.

Zweckform Avery Etiketten. (M)Eine nichtklebende Enttäuschung | Foto: konsensor.de

Nach Zusendung eines Fotos der Kartonage und Übermittlung dieser besagten Fertigungsnummer wurden die fehlerhaften Etiketten ersetzt.

Es gibt also eine offizielle Rückrufaktion:

„Bei verschiedenen Chargen der weißen Etiketten der Marke Avery Zweckform sind aktuell Probleme hinsichtlich der Klebkraft festgestellt worden.“

Avery Zweckform tauscht aus diesem Grund die betroffenen Produkte gegen neue Qualitäts-Produkte aus. Alle neu produzierten Produkte bieten wieder die gewohnte Qualität. Ob auch gehalten was versprochen wird, wird man mit den Austauschetiketten sehen.

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