Felt Tones Picks Filzplektren für die Ukulele

Was sicherlich jeder Ukulele-Spieler einmal ausprobieren wird, und auch sollte, ist das Spielen mit einem Plektrum. Für alle Neulinge die damit noch keinen Kontakt hatten, ein Plektrum ist ein Plättchen mit dem, meist gehalten zwischen Daumen und Zeigefinger, Saiten angeschlagen bzw. gezupft werden.

Der Vorteil: gegenüber dem Zupfen mit den Fingern: bei gleichem Kraftaufwand ertönt ein meist lauterer, prägnanterer Klang.

Meinen Einstieg in das Ukulelespielen habe ich, wenn ich mich recht entsinne, mit Filzplektren begonnen, bin dann aber schnell zum einfachen Spielen mit den Fingerkuppen übergegangen. Sicherlich der Bequemlichkeit halber und weil ich dachte das sei einfacher. Es dauerte eine ganze Weile bis meine Fingerkuppen sich an das Spielen gewöhnt hatten, Hornhaut sei dank. Also griff ich immer wieder zu den Filzplektren, um in diesen schmerzbehafteten Phasen weiterspielen zu können.

Felt Tones Picks von Timber Tones | Foto: konsensor.de

Etwas intensiver übe ich gerade das Fingerpicking, eine Spieltechnik bei der die Saiten der Ukulele oder auch Gitarre mit einzelnen Fingern angeschlagen werden. Dazu gibt es jede Menge Trainingseinheiten um die Fingermuskulatur zu stärken. Während dieser aktuell ziemlich intensiven Lernphase, habe ich mich wieder an diese Filzplättchen erinnert. Nicht weil meine Finger schmerzten, nein, der Klang der nun einzeln gespielten Noten ist, gespielt mit einem Plektrum, erstaunlich klarer, voller, kräftiger, lauter, erfordert allerdings auch doppelt so viel Übung.

Es ist eben doch ein großer Unterschied, ob mit den Fingern oder mit einem Plektrum zwischen den Fingern gespielt wird. Handhaltung, Spannung der Handmuskulatur, Position, Anspieltechnik… zwei für mich, sich deutlich voneinander unterscheidende Spieltechniken. Es ist eine Bereicherung an Übung und natürlich auch fürs Ohr. Das „übt“ ja bekannterweise mit. Im Idealfall ohne schmerzhafte (akustische) Nebenwirkungen.

Felt Tones Picks von Timber Tones | Foto: konsensor.de

Für diesen neuen Lernabschnitt habe ich mir ein frisches Felt Tones MT4 Mixed Tin Plektrum-Set bestellt. In meinem Set befanden sich zwei Plektren aus Kunstfilz (Synthetic Felt) und zwei aus Naturwollfilz (Natural Wool Felt). Und ja, der Unterschied zwischen diesen beiden ist nicht nur tast- und fühlbar sondern auch hörbar. Das Plektrum aus Naturwollfilz, das sind die helleren, erzeugt ein viel sanfteren, wärmeren Klang, ist weicher und bestens für’s Strumming geeignet. Die Plektren aus Kunstfilz hingegen, das sind die dunkleren, sind fester, erzeugen ein kräftigen, klaren Ton und sind bestens fürs Fingerpicking geeignet. Aber auch beim Strumming erklingt so manches gespielte Stück erstaunlich anders. Toll anders.

Wie eingangs erwähnt, ausprobieren sollte man es auf jeden Fall. Die durch das Plektren-Spiel neuen Möglichkeiten und Klänge werden garantiert viel Spaß und Freude bereiten und zudem neue Techniken und Fertigkeiten trainieren. Plektren sind übrigens auch einzeln zu bekommen, es muss also nicht immer gleich ein Set sein. Doch ist das Felt Tones MT4 Mixed Tin Plektrum-Set, welches zudem praktischweise mit einer kleinen Metalldose geliefert wird, mit einem Preis von knapp 12,- EUR (Stand 03/2018) mehr als erschwinglich und deutlich günstiger als der Einzelkauf.

Felt Tones Picks von Timber Tones | Foto: konsensor.de

Probiert es einfach mal aus, spielt ein bisschen, hört es euch an. Egal ob nun Felt Tones von Timber Tones oder Filzplektren anderer Hersteller, ihr werdet staunen was diese kleinen Helfer euren Instrumenten für Klänge entlocken.

Eines noch zum Abschluss: Ausprobiert habe ich übrigens auch „harte“ Plektren z.B. aus Kunststoff. Das „Klacken“ beim Kontakt, also der Berührung von Saite und Plektrum, empfinde ich als unschön und ziemlich störend. Auch ist das Klangergebnis beim Spielen mit einem Kunststoffplektrum lang nicht so toll wie bei einem Filzplektrum. Soweit meine bisherige persönliche Erfahrung.

 

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