Die Zeiss-Brillengläser-Odyssee geht weiter

Die Austauschgläser sind da. Zeiss i.Scription® DuraVision® Premium Gläser – das derzeit angeblich Beste das man für Geld bekommen kann. Zumindest von Zeiss. Laut Aussage des Optikers. Und seit zwei Wochen bin ich mit diesen Gläsern und einer neuen Brillenfassung unterwegs.

Zur Erinnerung: die Vorgeschichte hatte ich im Beitrag „Mein abenteuerlicher Einstieg in die Welt der Augenoptik“ zusammengefasst. Nun geht es weiter mit der Odyssee, auf der Suche nach einer tragfähigen und nicht all zu einschränkenden Sehhilfe.

Unterwegs mit den neuen Zeiss-Brillengläsern

Seit zwei Wochen bin ich also mit den neuen Gläsern unterwegs. Tagsüber, nachts, beim Autofahren, im Büro, Zuhause, im Garten. Vorab kurz zusammengefasst: Nein, es hat sich leider nichts verbessert. Im Gegenteil, es ist teilweise sogar noch schlimmer geworden.

So plagen mich plötzlich große Unschärfebereiche, die ich in dieser Form vorher noch nicht zu beklagen hatte. Erinnerungen an die Fielmann Gläser mit den falschen Augenabstandswerten werden wach.

Tagsüber getragen, bemerkte ich nach zwei Tagen leichten Schwindel. Muss meinen Kopf ständig drehen und neu positionieren um scharf sehen zu können. Zudem scheint alles viel greller. Vor allem weiße Flächen, Monitore, Fernseher, Licht erzeugen ein Unwohlsein. Das wiederum zwingt zum Augenzusammenkneifen, strengt an, erzeugt auf Dauer Kopfschmerzen.

Auch die Reflexionen auf der Innenseite der Gläser ist deutlich stärker als zuvor. Vermutungen, die Reflexionen würden vom Hochglanzrahmen des Gestells erzeugt haben sich somit nicht bestätigt. Beim neuen matten Gestell sind die Reflexionen ebenfalls vorhanden, es liegt definitiv an den Gläsern.

Identisch und doch verschieden

Hinzu kommt, dass Nachtfahrten mit diesen neuen Gläsern eine Qual sind. Die Lichtkränze der Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge stark fransig, Lichter einfach viel zu grell.

Was ich einfach nicht verstehe: wie können zwei angeblich identische Gläser-Paare, beides i.Scription® DuraVision® Premium Gläser, derart unterschiedlich im Trage- und Sehverhalten ausfallen? Ich bin so langsam am Ende mit meinem Latein.

Mittlerweile habe ich meine alte Hauptbrille zurück, mit den Gläsern mit denen ich am besten sehen kann. Nur sehr geringe Reflexionen auf der Innenseite, angenehmere Abdunklung heller Flächen, geringe Unschärfebereiche, alles in allem deutlich angenehmer zu tragen.

All das trifft auf das neue Gläser-Paar leider nicht zu. Und das trotz angeblicher identischer Glaswahl und Beschichtungen.

Nun besitze ich also drei identische Brillengestelle, zwei matte und eines mit Hochglanzrahmen. Alle drei vom selben Hersteller, gleiches Modell, in der gleichen Größe. Hinzu kommen die zwei Zeiss Gläserpaare.

Eine äußerst teure Angelegenheit. Insgesamt habe ich für dieses Experiment fast 2.400,- EUR ausgegeben. So einige Leser*innen werden jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, was absolut verständlich und nachvollziehbar ist. Auch ich habe nicht schlecht gestaunt, wie schnell man so viel Geld für eine bzw. in diesem Fall zwei Brillen ausgeben kann.

Eine teure Lektion in Sachen Augenoptik

Doch kann ich diese Ausgabe momentan nur als Lehrgeld verbuchen. Lehrgeld einer sehr teuren Lektion. Mich haben die mir derzeit vorliegenden Zeiss-Gläser absolut nicht überzeugt. Auch wenn Anfangs eine Besserung nach dem ersten Fail bei Fielmann eintrat, der weitere Verlauf, der bisherige Zeitaufwand, die bisher entstandenen Kosten, gepaart mit den Einschränkungen, hinterlassen Ernüchterung und Enttäuschung.

Was das Preis-Leistungs-Verhältnis anbetrifft muss ich sicherlich noch einige Alternativen ausprobieren, um mir dazu ein Urteil bilden zu können. Hier wurde mir jedoch bereits als eine Alternative Rodenstock empfohlen. Werde ich mir anschauen.

Klar ist, auch wenn man bei der Beratung eventuell ein paar Abstriche machen muss, dass die Angebote bei Fielmann deutlich günstiger ausfallen.

Die Odyssee geht weiter

Also geht meine Suche weiter. Die Suche nach Brillengläsern die die Bedürfnisse meiner Augen befriedigen, mir eine wirkliche Sehhilfe sind. Dass ich so lange damit zubringen werde, hätte ich nicht gedacht.

Der nächste Augenarzttermin zur Kontrolle steht kurz bevor und sobald mir diese Ergebnisse und die neuen Werte vorliegen geht die Odyssee weiter.

 

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